KMT
Massagen gehören zu den ältesten Heil- und Behandlungsmethoden. Mit gezielten Grifftechniken bearbeitet der Therapeut dabei die Muskeln seines Patienten. Die klassische Massagetherapie (KMT) kann – im Gegensatz zu vielen anderen Massagetechniken – auch ärztlich verordnet werden. Sie ist für sich alleine wirksam oder kann als Vorbereitung für weitere physiotherapeutische Maßnahmen genutzt werden.
Die klassische Massage kann dazu dienen, verspannte Muskelpartien zu lockern, Schmerzen zu lindern und die Durchblutung und den Stoffwechsel anzuregen. Sie kann zudem positiv auf die Atmung, den Kreislauf und die Psyche wirken. Vor oder nach intensiven sportlichen Aktivitäten ist sie besonders für Sportler eine ausgezeichnete Vor- und Nachbehandlung. Zudem kann die klassische Massage bei berufs- oder haltungsbedingten einseitigen Belastungen helfen.
Massagen sind meistens angenehm und gehören wahrscheinlich zu den beliebtesten physiotherapeutischen Maßnahmen. Sie sind aber weit mehr als reine Wellness und Entspannung. Wie aber kommt die heilende Wirkung der Massage zustande? Die Muskulatur des menschlichen Körpers besteht aus insgesamt 656 Muskeln. Ungefähr 400 davon gehören zur Skelettmuskulatur. Die Skelettmuskulatur stützt den Körper und macht durch Kontraktion und Entspannung Bewegungen erst möglich. Fehl- oder Überbelastungen der Skelettmuskulatur sind – insbesondere durch unseren Lebensstil – häufig und können zu unterschiedlichsten Beschwerden führen.
Die Muskulatur wirkt aber auch auf die Wärmeregulation, die Blutzirkulation und die Gelenke ein. Bei der Massagetherapie wird gezielt von außen Einfluss auf die Skelettmuskulatur genommen. Die mechanischen Reize wirken sich positiv auf Haut, Muskulatur und Gefäße aus. Durch Druck- und Zugeinwirkungen wird das Gewebe und die Körperflüssigkeiten stimuliert und der Stoffwechsel der Muskulatur angeregt.